Vielleicht entscheidet sich unsere Zukunft nicht daran, was Maschinen lernen, sondern daran, was wir nicht verlernen dürfen.
Eva ist neun Monate alt. Wenn sie im Kinderwagen liegt, sucht sie das Gesicht ihrer Mutter, ihren Blick. Doch immer öfter wird der Kontakt unterbrochen. Alle 12 Minuten schauen wir auf unser Smartphone. Was geben wir auf, wenn menschliche Verbindung nicht mehr selbstverstandlich ist?
Rund 67 Stunden pro Woche verbringen wir in der digitalen Welt – länger als wir arbeiten, mehr als wir schlafen. Wir blicken öfter in Kameras als in Augen. Zwischen Mensch und Mensch, zwischen uns und der Welt steht immer häufiger eine Maschine.
Bei jeder Transformation muss man wissen, was man nicht verändern will. Bei der Digitalisierung unserer Gesellschaft haben wir diese Frage kaum gestellt. Reality Lost fragt: Was wollen wir bewahren?
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bedrohen unsere Aufmerksamkeit, tiefe Beziehungen, Autonomie im Denken und Handeln.
Lassen wir uns von Fortschrittsglauben, Geschäftsinteressen, Macht und Bequemlichkeit aus unserer Realität vertreiben?
Reality Lost verfolgt den Verlust bis in unsere intimsten Bereiche – Kindheit, Arbeit, Beziehungen, Alter und Tod – und zeigt Wege, wie wir unsere Wirklichkeit zurückerobern können. Nicht durch Technik-feindlichkeit, sondern durch bewusste Entscheidungen für eine humanistische digitale Zukunft.
Als Strategieberater begleitet Ingo Rütten seit über 25 Jahren Transformationsprozesse. In Reality Lost verbindet er diese Erfahrung mit einem kritischen Blick darauf, wie Digitalisierung unser Leben und unsere Gesellschaft verändert.
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